Farbtyp gesucht: Welche Farben passen zu dir? #maximaCOMEPASS

Auf der Suche nach dem persönlichen Stil stellt sich schnell die Frage: Welche Farben passen eigentlich zu mir? Entdecke jetzt, wie Stylisten arbeiten und werde mit dieser Methode zu deinem eigenen Farbberater!

Farben haben einen starken Einfluss auf uns, transportieren Emotion und Atmosphäre. Sie bestimmen darüber, ob wir uns in einem Raum wohlfühlen, wer in einer Gruppe zuerst wahrgenommen wird, lassen uns strahlen oder alt aussehen. Richtig eingesetzt, sind Farben in der Mode daher ein wertvolles Tool, das den persönlichen Auftritt entscheidend prägt.

So weit, so gut. Doch nicht jede Farbe steht jedem Typ. Während ein intensives Limettengrün an einer Person frisch und jugendlich wirkt, hat es auf jemand anderen denselben Effekt wie 100 Tage auf stürmischer See. (Believe me, I’ve tried it …)

Damit du zu Farben greifen kannst, die zu deinem Typ und deiner Persönlichkeit passen, hilft dir folgender 5-Schritte-Plan und das Cheat Sheet, mit dem auch Stylisten arbeiten.

Schritt 1: Intuitiv richtig

Oft (aber nicht immer!) ist die eigene Intuition ein guter Richtwert für das passende Farbspektrum. Welche Farben sind schon in deinem Kasten vertreten? Gibt es Farben, die du besonders bzw. überhaupt nicht gerne trägst? Für welche Kleidungsstücke bekommst du die meisten Komplimente? Man braucht keine Farbberatung, wenn man sich zunächst auf das eigene Bauchgefühl verlässt.

Achtung: Lass dich nicht von Außeneinflüssen (Freunden, Partnern, Trends) blenden! Und nein, Mütter wissen nicht immer, was das Beste für uns ist…

Schritt 2: Farbe bekennen

Danach gilt es, genauer hinzusehen: Ganz grob unterscheidet man in warme und kalte Farben. Während warme Farben durch einen hohen Gelbanteil entstehen, sind kalte Farben durch einen hohen Blauanteil geprägt. Sucht man also die passenden Farben zum eigenen Typ, ist diese Unterscheidung ein wichtiger Ansatzpunkt. Wie kannst du herausfinden, ob du ein warmer oder kalter Farbtyp bist? Teste vor dem Spiegel zum Beispiel mit Orange (warm) und Pink (kalt): Bei welcher Farbe wirkt die Haut frischer, bei welcher wirkt sie fahler bzw. müder? Auch anhand der Metalltöne Gold (warm) und Silber (kalt) kann man die Farbtemperatur gut ermitteln: Welcher Schmuck wirkt natürlicher zur eigenen Haut? Steht diese Grundtendenz fest, kann es mit der genaueren Analyse weitergehen.

Colour Wheel

Schritt 3: Farbpalette ermitteln – Cheat Sheet

Meist werden bei Farbberatungen 4 Typen unterschieden: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Obwohl eine solche Einordnung sehr aufschlussreich sein kann, schränkt sie gleichzeitig ein und lässt neben der Farbtemperatur andere wichtige Faktoren außer Acht. Bei einer genaueren Farbanalyse sehen wir uns vier Punkte an:

Farbintensität = wie hell oder dunkel eine Farbe ist
Hoher Weißanteil ↔ hoher Schwarzanteil

Farbtemperatur = wie kalt oder warm eine Farbe ist
Hoher Blauanteil ↔ hoher Gelbanteil

Farbbrillanz = wie leuchtend oder gedeckt eine Farbe ist
→ steigender Grauanteil

Farbdichte = wie kompakt oder durchscheinend eine Farbe ist
Dicht gewebter Stoff ↔ offenes Gewebe („visuelles Gewicht“)

So arbeitest du mit der Checkliste: Schaue (am besten bei Tageslicht) genau in den Spiegel und gehe Punkt für Punkt vor. Sieh dir dabei insbesondere Haare, Augen und Haut an und entscheide, ob sie hell oder dunkel, warm oder kalt, strahlend oder matt etc. aussehen. Bei Haaren sprechen etwa rote Farbpigmente für warm, während gelbe auf einen kühlen Farbtyp hindeuten. Auf der Haut sehen Sommersprossen an kalten Typen braun aus, während sie bei warmen Typen gold wirken.

Am Ende ermittelst du außerdem dein Kontrastlevel, indem du dir ansiehst, wie weit die einzelnen Punkte voneinander entfernt liegen. Sind z.B. sowohl Haare als auch Augen und Haut hell, bist du vom natürlichen Farbspektrum her wenig kontrastreich. Dies sollte sich auch in deiner Kleidung widerspiegeln, da starke Kontraste (z.B. Schwarz-Weiß) schnell zu hart wirken.

Tipp: Farben sollten nie die Person überstrahlen! Der Blink-Test verrät dir, ob eine Farbe zu intensiv für dich ist: Kurz blinzeln – wenn nur die Farbe einen Eindruck hinterlässt und das Gesicht völlig verschwindet, ist sie im negativen Sinn überwältigend.

Download hier

Hast du deine persönliche Farbkarte zusammengestellt, gibt sie Aufschluss darüber, welche Farben am besten zu dir passen. Somit sollte ich auf dunkle, eher kühle, aber vor allem leuchtende Farben zurückgreifen, die ruhig kompakt wirken können.

Schritt 4: Farben bewusst einsetzen

Weißt du, welche Farben dir besonders gut stehen, kannst du sie in deinen Outfits bewusst einsetzen. Disclaimer: Lass dich trotzdem nicht von dieser Farbwahl einschränken! Du kannst alles tragen, solange du nicht unbedingt eine Anti-Farbe vollflächig direkt am Gesicht platzierst. Möchtest du aus Fashion-Gründen einmal einen Pullover in einer Farbe kaufen, die nicht unbedingt zu deinen Best-of gehört, versuche es doch z.B. mit einem Schal in einer neutralen oder passenderen Farbe dazu.

Schritt 5: Auf „Allrounder“ setzen

Du bist dir immer noch nicht sicher, welche Farben zu dir passen? Neutrals, also Schwarz, Grau, Braun, Navy etc. gehen eigentlich immer. Außerdem gilt: „Diamonds are a girl’s best friend“! Die sogenannten „Jewel Tones“ wie Smaragdgrün, Saphirblau und Rubinrot passen vielen unterschiedlichen Typen.

In diesem Sinne wünsche ich euch Mut zur Farbe und viel Spaß beim Kombinieren!

PS: Wenn ihr euch fragt, was der Hashtag im Titel bedeutet: Damit melde ich mich zum Blogger-Wettbewerb zum Thema „Colours of Life“ von maxima und Comepass an!

4 Kommentare

  1. Silvia

    Ist wieder sehr lehrreich und interessant 👍🏼

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    1. Danke, das freut mich 🙂

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  2. Conny

    Das ist wirklich die hilfreichste Anleitung zum Thema Farbtyp, die ich je gelesen habe. 🙂 Vielen Dank!

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    1. Oh, danke für diesen lieben Kommentar – freut mich sehr, wenn ich helfen konnte 🙂

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