Shopping-Fallen und Fehlkäufe vermeiden

„Failkauf“: Die 5 häufigsten Shopping-Fallen vermeiden

Von der Sale-Falle bis zum Gruppenzwang: typische Situationen, die garantiert zu Fehlkäufen führen und sowohl Budget als auch Kleiderschrank belasten.

Mal unter uns: Wie viele Teile aus eurem Kleiderschrank verwendet ihr eigentlich wirklich? Die ernüchternde Wahrheit ist, dass die meisten Menschen nur 20% ihrer Kleidungsstücke im Alltag tragen. Ich nehme mich davon nicht aus, habe diesen Prozentsatz aber durch häufiges Kasten-Ausmisten schon beträchtlich erhöht. Dabei habe ich mich gefragt, warum so viele Stücke ungenutzt bleiben und bin zu dem Schluss gekommen, dass es sich dabei schlicht und einfach um unnötige Käufe handelt, die nie die Innenseite des Kastens zu sehen bekommen hätten sollen.

Damit auch ihr die „Dunkelziffer“ in euren Schränken reduzieren könnt, habe ich 5 Situationen gesammelt, die häufig zu Fehlkäufen führen – und zeige euch, wie ihr sie vermeidet und dadurch bewusster shoppt.

1. Die Sale-Falle: „Das ist so billig, das muss ich einfach kaufen!“

Einer der Klassiker unter den Fehlkäufen ist die Sale-Falle, die uns mindestens zweimal pro Jahr gefährlich wird. Denn wenn etwas so billig ist, dann muss man es doch einfach kaufen, oder? Damit man sich nicht bei den übervollen Kabinen anstellen muss, greift man womöglich auch noch spontan zu – ist ja eh so billig, da ist es doch egal, oder? NEIN. Ich möchte gar nicht wissen, wie viel Geld ich für Teile im Sale liegen gelassen habe, von denen ich nachher nichts hatte.

Tipp: Cost per Use ist eure neue Shopping-Währung! Dividiert den Preis durch die Anzahl der Male, die ihr das Kleidungsstück vermutlich tragen werdet und entscheidet dann, ob es euch das wert ist. Außerdem: Niemals ein Teil kaufen, ohne es vorher probiert zu haben (Stichwort: Schnellkauf).

2. Die Größen-Illusion: „Ich hatte immer schon Größe XY – das muss passen!“

Ganz gemein ist die Größen-Illusion, bei der wir auf einer bestimmten Kleidergröße beharren, die aber nicht der Realität entspricht. Die Gründe dafür sind vielfältig: Vielleicht hat man zugenommen, will es sich aber nicht eingestehen. Man ist nicht zufrieden mit der eigenen Größe und möchte abnehmen, doch es klappt nicht wie geplant. Eventuell hat man schon abgenommen und sieht sich noch wesentlich stärker als man tatsächlich ist. Oder man hat sich schlichtweg in ein Teil verliebt, das es nicht mehr in der eigenen Größe gibt. Dann greift man schnell zur falschen Größe – ein fataler Fehler, denn Kleidung, die nicht richtig sitzt, fällt negativ auf und wird schnell zur Modesünde. Erspart euch deshalb Fotos, die euren Knackwurst-Fail noch Jahre später belegen.

Tipp: Immer für die Größe shoppen, die ihr jetzt gerade habt – auch wenn ihr gerade am Abnehmen seid –, denn wie sich der Körper dabei verändert, kann vorher niemand wissen. Betrachtet euch kritisch in der Kabine und beobachtet, ob z.B. die Jacke an den Schultern richtig sitzt oder ihr in der Hose beim Hinsetzen noch Luft bekommt (glaubt mir, ihr zieht die sonst garantiert nicht öfter als ein Mal an).

3. Die verzweifelte Suche: „Ich muss jetzt etwas finden, egal was!“

Ein wichtiger Anlass steht ins Haus und ihr habt nur genau jetzt Zeit, etwas dafür zu finden? Maturafeier, Hochzeitsgast, Weihnachten, Geburtstage? You name it. Been there, done that. Es ist ja auch wie verhext, denn immer, wenn man etwas Bestimmtes sucht, findet man gar nichts.

Tipp: In solchen Fällen auf Altbewährtes zurückgreifen: 80% im Schrank hat vermutlich noch niemand gesehen. Nehmt euch Zeit, eure Kleidung durchzusehen und probiert neue Kombinationen. Vielleicht habt ihr eine gute Freundin, die euch dabei unterstützt oder dürft auch in ihrem Kleiderschrank stöbern? Übrigens: Es muss nicht immer ein neues Outfit sein! Ein Paar Schuhe oder Accessoires befriedigen die Shopping-Lust und bringen frischen Wind in euren Look.

4. Der Bequemlichkeits-Kauf: „Jetzt hab ich das schon hier, jetzt behalte ich es auch!“

In eine ganz ähnliche Kerbe schlägt der Bequemlichkeits-Kauf beim Onlineshopping. Die Kisten sind voller Kleidung sind geliefert und jetzt wird doch wohl etwas dabei sein! Oder alles war toll – bis auf das eine Stück, aber nur deswegen zur Post gehen?

Tipp: Sei ehrlich zu dir selbst und kaufe nur Sachen, die dir auch wirklich gut gefallen. Alles andere ist auf längere Sicht gesehen leider Platz- und Geldverschwendung. Immerhin ist der Rückversand bei Zalando & Co. gratis und die nächste Poststelle sicher nicht weit.

5. Der Gruppenzwang: „Alle tragen das jetzt so!“

Wer sind eigentlich diese „alle“ und warum passt denen auch noch alles?? Beim Gruppenzwang orientiert man sich leider viel zu viel an anderen und vergisst darüber die eigene Person. Wer lässt sich nicht gerne von einer guten Verkäuferin einreden, dass er in dem Teil ganz fantastisch aussieht, obwohl der Spiegel eine andere Geschichte erzählt? Klassisch ist auch der Fall, dass man ein Outfit an anderen toll findet, aber aus irgendeinem Grund nicht am eigenen Körper. Gekauft wird es dann trotzdem, weil es „alle“ tragen.

Tipp: Lasst euch nicht von Verkäufern, Freunden oder Trends blenden! Das Ziel von Mode sollte sein, Kleidung zu finden, die zu eurer Persönlichkeit, eurem Stil und Körper passt. Wenn ihr euch nicht sicher seid, lieber vor dem Kauf noch eine Runde drehen. Ist das Teil dann schon vergessen, sollte es eben nicht sein. Zu Trends, die euch nicht gefallen, auch lieber Nein sagen. Wenn sie euch nicht passen: weiterprobieren – ein leicht anderer Schnitt kann manchmal Wunder wirken.

In welchen Situationen habt ihr schon einmal „Failkäufe“ getätigt und was hilft euch dabei, sie zu vermeiden?

10 Kommentare

  1. epatk

    Die Situationen treffen es genau 😀 Bei mir ist es am ehesten punkt 3 bzw der Klassiker: „Ich fahre auf Urlaub und brauche dafür noch 2 kurze Hosen“ – die ich dann jeden Sommer ungetragen zu den 2 Stück aus dem Vorjahr lege, an deren Existenz ich mich nicht erinnern konnte, weil sie das Schicksal mit sen diesjährigen Modellen teilen. 😛
    Das paradoxe Resultat: von dem Kleidungsstück, das ich am wenigsten trage habe ich die meisten Teile daheim…

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    1. Haha 🙂 Ja, Urlaube sind fiese Shopping-Fallen! Eine solche Hose bin ich beim letzten Ausmisten endlich losgeworden…

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  2. Isabella

    Falle 1 ist mir erst diese Woche passiert. Jetzt landet das ungeliebte Stück bei humana.

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    1. Oje, oje… naja wenigstens braucht es dann keinen Platz mehr im Kasten – ich schleppe solche Teile jahrelang mit, weil ich es schade finde, sie wegzuwerfen 🙂

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  3. Conny

    Bei mir gibt es noch den Erschöpfungskauf: Ich bin mehrere Stunden durch Geschäfte gerannt, habe Sachen anprobiert, aber irgendwie nicht gefunden, was ich gesucht habe. Also muss ich die Enttäuschung über die vergeudete Zeit mit einem „Erschöpfungskauf“ betäuben, um nicht mit ganz leeren Händen nach Hause zu kommen… Diese Stücke landen fast immer ganz hinten im Kleiderschrank… Darum ist für mich Online-Shopping die bessere Alternative, denn Fall 4 ist mir bisher noch nie passiert. 🙂

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    1. Stimmt, den gibt es auch! Fällt bei mir unter die Kategorie verzweifelte Suche 🙂

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  4. Heissi

    Ooohhh Fall 4 ist mir passiert. Habe ein Teil von 5 bestellten für die Rūcksendung auf die Kommode gelegt. Dort lag es 5 Tage. Dann habe i h es in meinen Kasten geräumt, da ich zu bequem war zur Post zu fahren. Einzige Entschuldigung mein Postamt ist 3 U Bahn Stationen entfernt. Schluchzz. Es wird dort ein ruhiges Dasein haben.

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    1. Haha oje… da kann man nichts machen, passiert allen mal 🙂 Wir sollten vielleicht einmal eine große Kleidertausch-Party starten!

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  5. Silvia

    Für mich ist Punkt 3 der Punkt, in dem ich mich wiedererkenne.
    Aber es gibt auch den Frustkauf, wenn ich nicht das Passende finde und dann irgendetwas kaufe, um nicht umsonst durch die Geschäfte gelaufen zu sein.

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  6. Danke dir! Ja stimmt, den Frustkauf gibt es definitiv! 😛

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