Kastencheck

Kleiderschrank-Detox

Wer kennt das nicht: In der Früh vor dem (mehr als) vollen Kleiderschrank stehen und sich denken: „Ich habe nichts anzuziehen!“ Dieser Gedanke führt meistens zu einem ausgedehnten Einkaufsbummel, der das Problem selten beseitigt, sondern nur verschiebt. Denn die wahre „Baustelle“ liegt im chaotischen Kasten selbst. Gehen wir sie also gemeinsam an!

Überspringen wir Schritt 0 (den inneren Schweinehund überwinden) und kommen wir gleich zur Sache:

Schritt 1: Vorbereitung

Hier eine kleine Checkliste an Dingen, die wir für unseren Kleiderkasten-Check brauchen:

  • Spiegel (idealerweise Ganzkörper)
  • Anhänger in 3 verschiedenen Farben
  • Archivboxen
  • Müllsäcke
  • Kleiderstange (optional)

Schritt 2: Alles muss raus

Nun ist es soweit – Sesam, öffne dich! Bevor mit dem Ausmisten begonnen werden kann, müssen alle Kleidungsstücke aus dem Kasten genommen werden. Wenn ihr einen sehr großen Kleiderschrank habt, könnt ihr das auch in Etappen machen und euch zuerst nur einen Teil vornehmen. Für aufgehängte Sachen bietet sich die Kleiderstange als Zwischenlager an – hier kann man gut den Überblick behalten, ohne später alles wieder aufhängen zu müssen. Ist alles draußen, geht es weiter mit…

Schritt 3: Jedes Teil dein Style?

Jedes Teil muss jetzt durch den Qualitäts- bzw. Realitäts-Check. Fragt euch bei jedem Stück:

  • Ist das Kleidungsstück in Ordnung oder hat es Flecken, Löcher etc.? Beschädigte Stücke können eventuell repariert werden – ansonsten sollten sie ausgemistet werden.
  • Passt das Kleidungsstück? Seid ehrlich zu euch selbst: Es hat keinen Sinn, der viel zu kleinen Hose nachzutrauern, die einem mit jedem Mal Kasten öffnen praktisch zuruft: „Nimm ab, du bist zu dick!“ Umgekehrt sollten auch keine zu großen Teile aufgehoben werden, nur um auf „Nummer sicher“ zu gehen.
  • Gefällt das Kleidungsstück noch? Fühle ich mich in diesem Teil wohl? Gefallen mir der Schnitt und die Farben? Passt es zu meinem persönlichen Stil? Manchmal hat man eine bestimmte Vorstellung davon, wie ein (vielleicht schon älteres Teil) an einem aussieht. Hier hilft es, Stücke, bei denen man unsicher ist, anzuprobieren. Hebt man etwas aus Sentimentalität auf oder „weil es ja eigentlich in Ordnung ist“, liegt das Teil vermutlich nur noch länger ungenutzt herum und nimmt Platz im Kasten weg. Habt kein schlechtes Gewissen, euch auch einmal von Dingen zu trennen, die aktuell nicht mehr zu eurem Stil oder Körper passen!
  • Wann wurde das Kleidungsstück zum letzten Mal getragen? Der beste Indikator dafür, ob etwas bleiben sollte, ist, wann es zum letzten Mal getragen wurde. Zieht man Teile im Alltag nicht gerne an, hat das meistens einen Grund. Deshalb: Ausmisten, was schon ein bis zwei Jahre kein Tageslicht mehr gesehen hat!

Schritt 4: Keep or Toss

Jetzt fliegen endgültig die Fetzen! Schon während des Kleiderkasten-Checks, kommen die Anhänger ins Spiel:

  • Rot = ausmisten
  • Gelb = reparieren/ändern lassen
  • Grün = archivieren (für Teile, die aufgehoben werden, aber nicht so oft getragen werden, dass sie direkt im Schrank gelagert werden sollten)
  • Blau = ergänzen (für Teile, die zu nichts passen – hier bietet sich ein Zusatzkauf an)

Notizen auf den Anhängern helfen dabei, später den Überblick zu behalten, was mit einem Teil passieren soll und warum. Wer keine Label verwenden möchte, kann natürlich auch Stapel bilden.

Tipp: Bei wenig Platz im regulären Kleiderkasten bieten sich die Archivboxen auch für Sommer-/Wintergarderobe an!

Schritt 5: Back to Basics

Nachdem nun klar ist, was im Kleiderschrank bleiben soll, geht der Rest schnell: Die Lieblingsteile kommen wieder zurück in den Kasten. Ich bilde dabei gerne Stapel nach Kategorie, z.B. T-Shirts, Langarmshirts, Pullover etc. und ordne dann nach Farbe von dunkel bis hell. So bleibt es übersichtlich und ihr wisst gleich, wo ihr nach einem bestimmten Teil suchen müsst. Für Accessoires wie Gürtel, Schals oder Krawatten gibt es schon viele Aufbewahrungslösungen (z.B. von Ikea), die in jeden Schrank integriert werden können und verhindern, dass die Sachen durcheinanderkommen. Die grün markierten Teile kommen dann in die Archivboxen und werden extra verstaut. Kleidungsstücke, die aussortiert wurden, kommen in Müllbeutel und können entweder entsorgt oder (wenn noch in gutem Zustand) gespendet werden.

Da ihr nun auch wieder einen guten Überblick über eure Garderobe habt, stellt euch die Frage: „Was fehlt in meinem Kleiderschrank?“ Macht euch am besten eine Liste mit Dingen, die ihr noch kaufen wollt oder nutzt gleich meine Wardrobe Basics Checklisten für Männer und Frauen!

Extra Tipp für mehr Outfits ohne Einkaufen:

Im Alltag bleibt oft wenig Zeit für Kreativität bei den Outfits. So greift man meist zu denselben bewährten Kombinationen. Gerade der Kleiderkasten-Check ist eine gute Gelegenheit, sich neue Outfits zu überlegen – immerhin liegt schon alles auf einem Haufen. Habt ihr eine Kombination gefunden, die euch gefällt, macht gleich ein Foto davon und hängt es in euren Kasten (z.B. mit einer Sofortbild-Kamera) oder speichert es in einer App. Dadurch wird die Kleiderwahl von Tag zu Tag einfacher und ihr spart euch viel Zeit und Nerven.

 

6 Kommentare

  1. Ella

    Oh das sollte ich auch mal wieder machen :-O

    Danke für die Tipps!

    Gefällt 1 Person

  2. Am wichtigsten für mich ist Schritt 0! 😳🤔

    Gefällt mir

    1. Für wen nicht 😉

      Gefällt mir

  3. Heissi

    Super. Du bist wirklich gut organisiert:-)

    Gefällt 1 Person

  4. Fotos zu machen finde ich gut, den Rest habe ich auch hinter mir. Fühlt sich wunderbar an.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s