Geisha Makeover Japan

Geisha für einen Tag

Ich reise für mein Leben gerne und freue mich immer, wenn ich ein modisches Souvenir mit nach Hause nehmen kann. Aus dem Japan-Urlaub habe ich eine ganz besonders schöne Erinnerung mitgebracht: Fotos vom professionellen Geisha Makeover!

Ich muss gestehen, als ich im Internet auf die Möglichkeit gestoßen bin, sich wie eine japanische Geisha herrichten zu lassen, wusste ich, da führt kein Weg daran vorbei. Ich wollte unbedingt wissen, wie die Verwandlung an mir aussehen würde und wie sich ein Kimono trägt! Also habe ich etwas recherchiert und bin dabei schnell auf das Angebot von AYA in Kyoto gestoßen.

Geishas in Kyoto

Kyoto, die alte Hauptstadt Japans, ist berühmt für ihr großes Geisha-Viertel Gion und somit der perfekte Ort für das Styling. Geishas haben dort eine lange Tradition als Unterhaltungskünstlerinnen. Speziell im 18. und 19. Jahrhundert entwickelten sich in den meisten japanischen Städten eigene Vergnügungsviertel („hanamachi“) – wie Gion in Kyoto – in denen sie in eigenen Wohnhäusern lebten und ausgebildet wurden. Natürlich werden Geishas auch immer etwas kontrovers betrachtet, da sie (dank zahlreicher Hollywoodstreifen) oft als bessere Prostituierte angesehen werden. Die Japaner wehren sich allerdings  vehement gegen diese Definition. Für sie sind die Geishas die Bewahrerinnen der traditionellen Künste. Auch heute gibt es in Gion noch Geishas, doch ihre Dienste sind teuer und exklusiv.

Meine „Geisha Experience“

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Über die Website und das Buchungsformular von AYA habe ich mir ca. einen Monat vor unserer Reise problemlos den Termin für mein Makeover reserviert. Das Studio bietet verschiedene Pakete an – von reinen Studioaufnahmen über Außenaufnahmen bis hin zu Spaziergängen als Geisha durch Gion. Ich habe mich für Studioaufnahmen entschieden und einen halbstündigen Spaziergang extra dazu gebucht. Solltet ihr jetzt auch auf den Geschmack gekommen sein, würde ich auf jeden Fall Außenaufnahmen empfehlen – denn es ist schon eine besondere Erfahrung, als Geisha durch die Straßen von Gion zu spazieren. Was mir am Angebot von AYA am besten gefällt, ist, dass wirklich alles sehr stilecht ist. Das Studio befindet sich in einem original japanischen Teehaus und schafft dadurch die perfekte Atmosphäre. Im Gegensatz zu anderen Touristenattraktionen, wo man sich nur ein Kostüm für ein schnelles Foto überzieht, ist diese Erfahrung echt und dauert zwei bis drei Stunden! Nachdem ich meine Kleidung gegen ein weißes Unterkleid getauscht hatte, wurde ich von einer freundlichen, jungen Japanerin in das Make-up Studio geführt. Dort wurde dann das typische Geisha Make-up inklusive weißer Grundierung, buntem Lidschatten und roten Lippen aufgetragen. Ich sollte dazu sagen, dass ich mich für das „Maiko“-Styling entschieden habe. Denn im Gegensatz zur Geisha ist das Erscheinungsbild der Maiko (also einer Geisha in Ausbildung) wesentlich farbenfroher.  Als nächstes kamen die Haare an die Reihe: Dabei wird einem ein vorgefertigter „Helm“ aufgesetzt, wobei eigene Haare darübergelegt und schwarz eingefärbt werden. Dadurch sieht die Geisha-Frisur, die noch mit bunten Kämmen aufgehübscht wird, sehr echt aus. Die nächste Station war der Ankleideraum, wo man sich einen echten Seidenkimono inklusive Obi (Gürtel) aussuchen kann. Bei den vielen wunderschönen Motiven fällt die Auswahl sehr schwer, aber ich habe mich für einen roten Kimono mit weißem Obi entschieden, da mir die Kombination mit Haaren und Make-up sehr gut gefällt. Alleine das Anziehen ist eine ordentliche Prozedur, bei der die zarte Japanerin von AYA ihre gesamte Kraft einsetzen musste. Das Endresultat sieht zwar nicht besonders eng anliegend aus, aber die Unmengen an Stoff sind so straff wie ein Korsett. Anschließend ging es auch schon ins Studio, wo man sich (je nach gewähltem Paket) verschiedene Posen aussuchen kann. Ich durfte dann im Geisha-Outfit noch eine Runde spazieren gehen – ein echtes Highlight. Weit kommt man in den Zehenschlapfen mit Holzplateau allerdings nicht. Dafür ist man die Fotoattraktion Nummer 1. Zum Schluss helfen einem die netten Japanerinnen von AYA noch bei der Rückverwandlung in eine gewöhnliche Touristin – und auch die schwarze Farbe verschwindet nach zwei bis drei kurzen Haarwäschen wieder…

Fazit

Ich möchte meine Geisha Experience um nichts in der Welt missen, denn sie war ein echtes Highlight meines Japan-Urlaubs. Die wunderschönen Fotos bekommen jetzt einen Ehrenplatz im Fotobuch! Trotzdem ist man froh, wenn man anschließend wieder in seine bequemen Sachen schlüpfen kann – eine Geisha für mehr als einen Tag möchte ich dann doch nicht sein.

Link

AYA Geisha Makeover: http://kyoto-maiko.com/english

2 Kommentare

  1. Cornelia

    Die Frisur ist echt der Hit! 🙂

    Gefällt 1 Person

  2. Anneliese Neumayer

    Super Geisha😍

    Gefällt mir

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